Auf den Spuren der Klassiker Goethe und Schiller –Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald

Bild 29Am Mittwoch, dem 21.Mai, war es so weit. – Um Punkt 8.00 Uhr startete der Reisebus in Richtung Thüringen. Das erste Ziel, das die Klasse 9b der Georg-Wagner-Realschule aus Künzelsau ansteuerte, war Erfurt, die Landeshauptstadt des Freistaates.

Nach einer etwa vierstündigen Fahrt war die Klasse am Domplatz in Erfurt angekommen und von dort aus ging es zu Fuß durch die malerische Altstadt zur Krämerbrücke, die als Erfurter Wahrzeichen bekannt ist. Nach einem Stadtbummel wurde die Reise nach Weimar fortgesetzt. Um 20.00 Uhr trafen sich die Schüler in der Weimarer Innenstadt zu einer Nachtwächterführung, welche vor allem Informationen über die Klassiker Goethe und Schiller beinhaltete, da  beide Schriftsteller einige Jahre ihres Lebens in der heutigen Kulturstadt Weimar verbrachten.

 Nach einer Übernachtung in einer Jugendherberge wurde das zweite Ausflugsziel in Angriff genommen: Das Konzentrationslager Buchenwald. Zuerst durften die Schüler einen kurzen Dokumentarfilm über die grausame Massenvernichtung zahlreicher Menschen, darunter hauptsächlich Juden, Homosexuelle und Sinti und Roma, anschauen. Anschließend erhielten sie einen Einblick auf das riesige Gelände des schrecklichen Geschehens, das sie bei einer sehr aufschlussreichen Führung näher kennenlernten. Hier schufteten sich tausende von unschuldigen Menschen zu Tode, verhungerten oder wurden umgebracht. Sie alle standen unter der Macht der Rechtsradikalen und hatten keine Chance auf ein angemessenes Leben. Die eindrucksvolle Führung fasste die beiden Tage sehr geschickt zusammen: Weimar-die Stadt der Klassiker mit ihrem Motto „Edel sei der Mensch-hilfreich und gut“. Auf der anderen Seite Weimar-die Stadt der Nazis mit ihren heute unvorstellbaren Grausamkeiten.

Letztendlich kann man sagen, dass sich das Weimarer Leben zur Zeit des Nationalsozialismus in zwei völlig verschiedenen Welten abspielte. Einerseits herrschte eine heile Welt. Alle lebten ihr Leben. Jedoch wussten all diese Leute über die Grausamkeiten Bescheid, verloren aber nie ein Wort darüber sondern haben stets geschwiegen. Andererseits spielten sich  außerhalb des mehr oder weniger idyllischen Lebens  unvorstellbare Szenen ab.

Diese zweitägige Exkursion war für alle eine zum einen eindrucksvolle und zum anderen gerade in Bezug auf die KZ-Gedenkstätte Buchenwald eine beklemmende Erfahrung. Jeder Schüler von Klasse 9 sollte die Möglichkeit erhalten, an einer solchen Exkursion teilzunehmen.

Alicia Müller und Lea Brodbeck

 

Klasse 9b

 

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